AuDeSa

 

 
Stellungnahme der AuDeSa zum Marsch der reaktionären Abtreibungsgegner (Lebenschützer) am 4. Oktober 2008


München – Am 4. Oktober 2008 veranstalteten die reaktionären Abtreibungsgegner der so genannten „Lebensschützer“, welche sich aus fundamentalistischen, christlichen Kreisen zusammensetzen, darunter auch „Euro Pro Life“, „Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren“ und „Helfer für Gottes Kostbare Kinder“, einen so genannten „Grabeszug 1.000 Kreuze für das Leben“ durch die Münchener Innenstadt.

Der Marsch wurde zusätzlich unterstützt von den „freien Nationalisten München“, aufgerufen durch den allen bekannten Phillip Hasselbach.

Der Marsch war Teil eines Kongresses zum Thema „40 Jahre Humanae Vitae“, welcher vom Freitag den 3. Oktober bis zum Sonntag den 5. Oktober 2008 in München stattfand.

Gegen diesen Marsch mobilisierte das „antisexistische Aktionsbündnis München“ (asab_m)eine breit gefächerte Gegenbewegung, bestehend aus überwiegend links-autonomen Kreisen, welche bereits am Freitag den 3. Oktober 2008 Aktionen gegen die Abtreibungsgegner starteten.

Die eigentliche Gegenaktion des „asab_m“ fand jedoch erst am 4. Oktober 2008 statt, an der sich auch die „Autonomen Demonstrations-Ersthelfer der Stadt München“ (AuDeSa) beteiligten.

Trotz kurzfristiger Änderungen, seitens der „Lebensschützer“ begann die Gegendemonstration von „asab_m“ pünktlich um 1400 auf dem Geschwister Scholl Platz. Der Platz füllte sich nur sehr schleppend, wurden doch einige sog. „schön Wetter Antifas“ vom vorhergehenden, strömenden Regen von der Demonstration ferngehalten. Außerdem beteiligte sich ein weiterer Teil an der Antispezieistischen Demonstration zum „Welttierschutz Tag“.

Nach der Kundgebung, löste sich die Versammlung am Geschwister Scholl Platz langsam auf, um in kleinen Gruppen zum Marienplatz zu marschieren, wo die „Lebensschützer“ ihren Marsch beginnen wollten.

Dort fanden die Gegendemonstranten doch erst einmal gähnende Leere vor. Keine „Lebensschützer“. Nur unbeteiligte Zivilisten und sehr viel Polizei. Die erwarteten Absperrungen, wie man sie ansonsten von links-rechts Demonstrationen kennt waren nicht vorhanden, was von der AuDeSa als gefährlicher Leichtsinn seitens der Polizei eingestuft wurde.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es bei den Gegendemonstranten einige Fehlinformationen gab, welche besagten, dass die „Lebensschützer“ bereits um 1600 beginnen wollten. Deren Beginn jedoch erst eine halbe Stunde später angesetzt war.

Um 1630 sollte laut offiziellen Angaben bereits die Verteilung der Kreuze beginnen, welche aus bisher nicht geklärten Grund nicht zustande kam.

Gegen 1645 begann dann der Marsch der „1.000 (nicht verteilten) Kreuze“ durch das Tal in Richtung Isartor. Jedoch nur sehr schwerfällig. Taten die Gegendemonstranten von Anfang an ihr bestes, den Marsch so lange wie möglich aufzuhalten. Was durch den teilweise übertriebenen Einsatz des USK nicht wirklich gelang.

Von da an kam es auf dem ganzen Weg zum Isartor immer wieder zu hektischen Situationen, welche die gesamte Stimmung immer weiter hochschaukelten, was sich schließlich auf dem Thomas-Wimmer-Ring, Höhe Maximilianstraße, in kurzfristigen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Gegendemonstranten gipfelte, bei denen das USK äußerst brutal auf die Gegendemonstranten losging.

Auf Höhe der Maximilianstraße ging der Zug weiter nach Osten in Richtung Max-Monument und Widenmayerstraße, bei der die Gegendemonstranten auf die Maximiliansbrücke abgedrängt wurden, wieder begleitet vom teilweise übertriebenen Einsatz des USK.

Immer noch gereizt, aber inzwischen etwas friedlicher, setzte sich der Zug dann zur Luitpoldbrücke in der Prinzregentenstraße fort, wo die „Lebensretter“ ca. 30 Minuten niederknieten um „der getöteten Kinder zu gedenken“ und Rosen in die Isar zu werfen, welche zusammen mit ein paar Kondomen flussabwärts trieben. Inzwischen waren auch die abgedrängten Gegendemonstranten wieder dazugestoßen, welche sich auf ihre eigene Art und Weise den Bußgesängen der „Lebenschützer“ anschlossen.

Nach kurzer nachträglicher Verteilung der Kreuze ging der Zug dann auf der Prinzregentenstraße weiter in Richtung von-der-Tann-Straße.

Auf Höhe des amerikanischen Konsulats (Alexandrastraße) drohten erneute Ausschreitungen, seitens der Polizei, da die Gegendemonstranten, wegen einer noch nicht abgeschlossenen Straßensperre nicht weiter konnten, was die Freunde und Helfer vom USK jedoch nicht sonderlich zu interessieren schien. Man könnte sich dieses Verhalten wohl daran erklären, dass wohl kurzzeitig deren Funkgeräte untereinander nicht funktionierten.

Von da an ging es zuerst ohne Zwischenfälle und Störaktionen weiter in Richtung Odeonsplatz. Ab dem Geschwister Scholl Platz, begannen die Einheiten des USK ohne ersichtlichen Grund einzelne Gegendemonstranten festzunehmen, was die Stimmung wieder sehr schnell hoch kochen ließ.

Die Situation besserte sich nicht gerade, als am Odeonsplatz eine größere Gruppe „freier Nationalisten“ gesichtet wurden, deren Erscheinen immer noch nicht geklärt ist. Einzelne Linke schätzten ihre Anzahl auf über 100 Nationalisten. Sie zogen mit lautstarken Rufen wie „Frei, sozial und national“ durch die Residenzstraße in Richtung Marienplatz. Schnell verlagerten sich die Gegendemonstrationen, in dem man versuchte den Marsch der Nationalisten zu stoppen, was jedoch vom USK und der Polizei sehr schnell auf Höhe der Viscardigasse und der Persusastraße unterbunden wurde. Darunter auch mit einer kurzzeitigen Kesselbildung auf Höhe der Viscardigasse.

Einzelne linke Aktivisten berichteten der AuDeSa, dass die plötzlich aufgetauchten Nationalisten wieder genau so schnell beim U-Bahn Aufgang Marienhof verschwanden.

Die „Lebenschützer“ beendeten in der Zwischenzeit ihren Marsch am Odeonsplatz, zwischen 1900 und 1930.

Für die AuDeSa endete die Bereitschaft und somit auch die Berichterstattung um 1945.

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