AuDeSa

Stellungnahme der AuDeSa zu ihrer Auflösung am 7. Sptember 2009

Als wir vor gut einem Jahr, die AuDeSa München gründeten, taten wir dies in der Hoffnung, der zunehmenden destruktiven und unüberlegten Gewalt entgegenwirken zu können.

Wir wollten zum einem Gewaltopfer versorgen, die von offiziellen Hilfs- und Rettungsdiensten nicht erreicht werden können; was vor allem durch unsere anonyme Arbeit und unsere direkte Anwesenheit am Brennpunkt passierte.

Zum anderen wollten wir deeskalierend eingreifen, damit es gar nicht erst zu solchen sinnlosen Opfern kommt.

Dies Projekt erklären wir nun für gescheitert. Gescheitert an einer Reihe von Problem, die wir gerne weiter erörtern möchten.

1.Es ist in München ein großes Problem fähige Mitarbeiter für dieses Projekt zu gewinnen, trotz eines gewissen Kreises an Sympathisanten. Die AuDeSa schien den einen nicht links und nicht aktivistisch genug und die anderen wurden durch die scheinbare nähe zum sog. „Schwarzen Block“ abgeschreckt. Außerdem ist es schwierig Menschen zu finden, die idealistisch genug sind,s ich mit vollem Einsatz zwischen die Fronten zu stellen.

2.Ein weiteres Problem in München ist die Linke selbst. Vor allem ihre wachsenden extremen Flügel. Diese Flügel erschwerten mit ihrer Propaganda zunehmend die Arbeit der AuDeSa. Wobei Propaganda in diesem Falle nur eines bedeutet: Extrem faschistische Hetze und Aufruf zur Gewalt gegen alle anders denkenden, sowie Aufruf zu blinder Zerstörungswut. Diese Propaganda führte dazu, dass besagte Flügel inzwischen scheinbar faschistischer, gewaltbereiter und zerstörungswütiger sind als die rechtsradikalen Strukturen gegen die es einmal auf Grundlage einer gewissen Mitmenschlichkeit und Moral zu arbeiten galt. Es geht bei diesen linken Flügeln, welche in München die Masse ausmachen, scheinbar nicht mehr um linke Ideale, sondern um eine fanatische Anwendung von Gewalt gegen alles was wohl nicht in das eigene Weltbild passt. Von Menschlichkeit und Gerechtigkeit scheint keine Spur mehr vorhanden zu sein. Diese Entwicklung geht inzwischen so weit, dass so mancher allen Anschein nach auf offener Straße nicht mehr Übergriffe durch rechte, sondern durch so genannte linke fürchten muss.

3.Genau diese faschistische Entwicklung ist ein direktes Problem für die AuDeSa selbst. Gezwungen durch diese Entwicklung, suchte die AuDeSa eine immer neutralere Position um die Arbeit nach den eigenen Idealen und Werten noch gewährleisten zu können. Dies führt zwar auf der einen Seite zu wachsenden Respekt bei mittleren und rechten Kreisen, sowie bei den Repressionsorganen, brachte aber eine zunehmende Anfeindung durch besagte linke Flügel mit sich. Somit hatte die AuDeSa nicht nur mit der gewaltschürenden Propaganda zu kämpfen, sondern auch mit gegen gezielte Verleumdungen aus den Reihen der besagten linken Flügeln. Das betraf sowohl die Gerüchte zur angeblichen Nähe und Zusammenarbeit mit den Repressionsorganen, als auch die angebliche Nähe und Zusammenarbeit mit den rechtsradikalen Flügeln. Letzteres beruhte vor allem auf dem Grundsatz der AuDeSa allen Verletzten, nach § 323 c StGB zu helfen, egal welcher politischen Gesinnung sie angehören. Ebenso betraf es gezielte Verleumdungen gegen einzelne AuDeSa Mitglieder selbst.

4.Nicht zu Letzt stellen auch die persönlichen Ressourcen der Mitglieder ein weiteres Problem für die Fortführung des Projektes dar. Sei es nun, weil die Mitglieder selbst die politische Entwicklung in München nicht mehr verantworten können oder weil es ihnen aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Das Privatleben jedes Einzelnen, sowie die Gesinnung und die freie Entfaltung des einzelnen steht über dem Projekt. Jedes Mitglied hat sich freiwillig an der AuDeSa beteiligt. Freiwilligen steht es daher auch frei, das Projekt jederzeit, aus egal welchen Gründen zu verlassen. Dies gilt es zu respektieren. Freiheit ist die Freizügigkeit des Individuums.

Die AuDeSa - München gibt hiermit ihre Auflösung bekannt. Dieser Akt geschieht aus sich selbst heraus. Das Projekt, welches wir aus den höchsten moralischen, sozialen und freiheitlichen Gründen starteten, ist in München scheinbar nicht realisierbar.

Wir bedanken uns bei allen Sympathisanten und bei allen die am Projekt „AuDeSa – München“ beteiligt waren.

AuDeSa München
7. September 2009
9.9.09 00:09
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rob (10.9.09 12:56)
Hey Leute!
Ich finde es sehr schade, daß, ihr aufhört, und das handtuch werft. Ihr hattet ein gute Idee und das wa eucher ziel war finde ich sehr gut. Überlegt euch das mit eucherer Auflösung nochmal. Ihr könnt ja nichts dafür, daß, sich die Leute in ihrer dummheit so aggressiv verhalten. Es war immer gut euch auf demos zu sehen, es ist besser zu reden als sich zu prügeln.
Überlegt euch das mit der Auflösung nochmal

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